, Gschwend Pascal

Keine Punkte am Bodensee: Handball Züri Unterland unterliegt dem HC Arbon

Arbon Kybunhalle: HC Arbon - 42:21 (21:11) - HZU M1

Die Rollenverteilung vor der Partie in Arbon war eindeutig: Der HC Arbon grüsst von der Tabellenspitze, während Handball Züri Unterland weiterhin auf das erste Erfolgserlebnis wartet. Trotz des Vorsatzes, den Favoriten in dessen eigener Halle zu ärgern, mussten die Zürcher die Heimreise nach einer deutlichen Lehrstunde ohne Punkte antreten.

Fehlstart und kurze Hoffnung

Der Start in die Partie verlief denkbar ungünstig. Die Zürcher fanden defensiv zunächst überhaupt keinen Zugriff, was Arbon eiskalt ausnutzte. Besonders das mangelhafte Rückzugsverhalten ermöglichte den Hausherren immer wieder einfache Tore. Doch der HZU bewies Moral: Nach dem anfänglichen Schock stabilisierte sich das Team und verkürzte in der 10. Minute auf 7:6. In dieser Phase schien es, als könnten die Unterländer den Favoriten tatsächlich fordern.

Ein ungleiches Duell zwischen den Pfosten

Was danach folgte, war jedoch ein Paradebeispiel für die Bedeutung der Torhüterposition. Während die Zürcher sich eigentlich gute Chancen – vor allem über die Flügel – herausspielten, verzweifelten sie am gegnerischen Schlussmann. Dieser erwischte einen absoluten Sahnetag und verzeichnete eine Traumquote von 49 % abgewehrter Bälle. Besonders bitter: Die normalerweise so treffsicheren Flügel des HZU steuerten bei 23 Versuchen nur 6 Tore bei. Zur Pause war die Partie beim Stand von 21:11 bereits entschieden.

Auf der anderen Seite des Feldes blieb das Glück aus: Die Zürcher Torhüter fanden gegen die abgeklärten Arboner Angreifer kaum ein Mittel. Mit lediglich 3 Paraden über das gesamte Spiel fehlte der Rückhalt, um den Vorsprung der Ostschweizer in Grenzen zu halten. 

Zweite Halbzeit: Kampf ohne Fortune

In Durchgang zwei verwaltete der HC Arbon das Ergebnis souverän. Die Gastgeber konnten munter durchwechseln, ohne dass ein Bruch in ihrem Spiel entstand. Die Zürcher kämpften zwar weiter, doch spielerisch passte wenig zusammen, und die Abwehr blieb weiterhin zu durchlässig. Arbon kam viel zu leicht zu Torerfolgen, während der HZU sich jedes Tor mühsam erarbeiten musste.

Fazit: Der HC Arbon wurde seiner Favoritenrolle vollauf gerecht. Das ungleiche Torhüterduell und die schwache Chancenverwertung der Zürcher Flügel machten eine Überraschung unmöglich. Für Handball Züri Unterland geht das Warten auf die ersten Punkte weiter, während man nun die Lehren aus der Effizienz des Tabellenführers ziehen muss.

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HC Arbon vs Handball Züri Unterland: 42: 21 (21:11)

Handball Züri Unterland: Ritz Bossicard, Fonseca, Wickihalder, Giegerich (3), Siegrist (1), Halic (1), Agovski (4), Wullschleger (2), Avdulli, Worrod (2), Wieser, Bickel, Honegger (2), Oberli (4/4), Gschwend (1), Hübscher(1)